Idee + Tat 2026

Sie haben dem Setzen von Cookies und dem Laden externer Inhalte widersprochen, daher können wir den gewünschten Inhalt nicht anzeigen. Wenn Sie den Inhalt dennoch sehen möchten, klicken Sie bitte den nachstehenden Link. Der Inhalt wird dann angezeigt. Dafür werden Cookies gesetzt sowie Inhalte von Drittanbietern nachgeladen.
Akzeptieren und externen Inhalt laden
März 2026

Nachrichten Seite 8

Gelsenkirchener DRK-Einsatzeinheit probte erstmals den Aufbau eines Notfallinformationspunktes

In Gelsenkirchen ist am 2. November 2025 der Strom ausgefallen. Völliger Blackout. Bei den Katastrophenschützern des DRK Gelsenkirchen geht gleich darauf der Alarm ein. Bald schon treffen sie am Katastrophenschutzzentrum an der Adenauerallee ein, erhalten erste Informationen und machen sich bereit für den Einsatz. Ihre Aufgabe: Einen der sechs Notfallinformationspunkte, das Berufskolleg an der Königstraße, mit allem Nötigen auszustatten. Eine gute Stunde nach der Alarmierung rückt die Einsatzeinheit aus – im Marschverband. Bedeutet: Alle Fahrzeuge bilden eine Kette, die, der Straßenverkehrsordnung nach, als ein Fahrzeug gilt. Sonderrechte inklusive.

Das Szenario ist nur eine Übung. Damit alle wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Denn man kann am besten, was man bereits geübt hat. Deswegen ist in der Berufsschule auch tatsächlich der Strom abgestellt. Recht bald jedoch übernimmt die Netzersatzanlage, die die Feuerwehr beigesteuert hat. Der riesige Generator, mit Diesel betrieben, liefert 80 Kilowattstunden. Das klingt nach einer ordentlichen Menge. In Anbetracht der Größe der Schule und der Notwenigkeit vieler Einrichtungen zum Bevölkerungsschutz ist es das nicht. „Es hat sich zum Beispiel bald herausgestellt, dass die Aufzüge zwar funktionieren, sie jedoch so viel Strom brauchen, dass ein Nutzungsverbot ausgesprochen wurde“, erklärt Philipp Kuhrau, der Einsatzleiter dieser Übung.

Das Szenario wird zum ersten Mal geübt

Diese wichtige Übung findet in dieser Form zum ersten Mal statt. „Das Konzept der Notfallinformationspunkte ist erst gute zwei Jahre alt“, erklärt Johannes Heinrich, Kreisgeschäftsführer des DRK Gelsenkirchen, warum es so lange gebraucht habe, alle Pläne zu entwickeln. Der Anlass sei der Überfall Russlands auf die Ukraine und die in diesem Zusammenhang befürchtete Energiemangellage gewesen. Mit Blick auf dieses mögliche Krisenszenario hatte die Stadtverwaltung Gelsenkirchen ein Lagezentrum Energiemangellage eingerichtet und eine flächendeckende Einrichtung von Notfallinformationspunkten vorangetrieben. Seitdem konnte die städtische Krisen-Resilienz stetig verbessert werden: „Bei einem langanhaltenden Stromausfall erhalten Bürgerinnen und Bürger an insgesamt siebzehn Notfall-Informationspunkten im Stadtgebiet aktuelle Informationen und können Notrufe absetzen. Sechs dieser Notfall-Informationspunkte halten darüber hinaus eine Basisversorgung mit Trinkwasser, Lebensmittel-Notrationen, Betreuungs- und Wärmeangebote bereit.“, so Julius Leberl, Projektgruppenleiter der Notfall-Informationspunkte.

 „Unser Ziel ist heute, herauszufinden, was klappt, was fehlt, was brauchen wir noch.“ Daher wird auch vieles protokolliert, was besser laufen könnte. Vieles muss ausprobiert werden, zum Beispiel die moderne Feldküche des DRK Gelsenkirchen, die mit Strom funktioniert. Trotz des Blackouts soll sie ein echtes Ergebnis liefern – eine Suppe mit Einlage für alle Mitarbeitenden. Im Ernstfall würde eine solche Küche rund um die Uhr arbeiten. Die Versorgung hilfesuchender Menschen mit warmen Speisen und heißen Getränken ist ein wesentlicher Bestandteil der Notfallinformationspunkte. Daneben finden Menschen hier warme Räume, können den Sanitätsdienst in Anspruch nehmen oder einen Notruf absetzen. Denn Telefon und Internet funktionieren im Blackout nicht. „Hier gibt es zudem eine Ausgabe von Sachen des täglichen Bedarfs“, erklärt Johannes Heinrich. „Aber auch einfach mal eine Tasse Kaffee und ein offenes Ohr.“ Weil die ausgebildeten ehrenamtlichen Katastrophenschützer nicht in großer Zahl an allen sechs Notfallinformationspunkten dauerhaft vertreten sein können, einfach, weil es so viele von ihnen nicht gibt, werde man im Ernstfall auch qualifizierte Menschen aus der Bevölkerung einbinden. „Wenn sich hier ein Arzt einfindet, kann er in der Sanitätsstube helfen, kommt ein Koch her, kann er in der Küche unterstützen.“ So könne man sich einbringen und anderen Menschen helfen.

Ein Klassenzimmer wird zur Küche

Mittlerweile ist die erste Phase des Einsatzes vor Ort beendet, in der sich die Einsatzleitung selbst orientieren muss und feststellt, was wo aufgebaut wird. Nun erhalten die jeweiligen Gruppenführer entsprechende Anweisungen. Und so wird nun in einem Klassenzimmer die Feldküche aufgebaut. Während die einen hier noch Starkstromkabel verlegen, suchen die anderen schon Suppenkellen und Kochlöffel, laufen wieder andere mit Eimern, um 60 Liter Wasser zu holen für die Suppe.

Auf den Fluren hängen bereits zahlreiche Hinweisschilder. Sie sollen Menschen im Ernstfall Führung bieten, weisen den Weg zur Essensausgabe oder zur Hilfsbörse. Langsam fügt sich eines zum anderen. Und es dauert gar nicht so lange, bis alles steht und die Suppe köchelt. Die Helferinnen und Helfer haben sich die jetzt verdient. Denn vor ihnen liegt noch die große Aufgabe des ordentlichen Einpackens. Jetzt geht alles rückwärts, werden Kabel wieder aufgerollt, gespülte Kellen verstaut und die Feldküche verladen. Das Fazit der Übung fällt positiv aus. „Generell lief der Einsatz gut“, sagt Philipp Kuhrau. „Insbesondere in der Einbindung der weniger erfahrenen ehrenamtlichen Kräfte, die so eine Übung zum ersten Mal miterlebt haben.“ KV Gelsenkirchen / i+t

Tagung der Justitiare und Konventionsbeauftragten

Die diesjährige Tagung der Justitiare und Konventionsbeauftragten fand am 7. März im DRK-Tagungshotel in Münster statt. Landesjustiziar Heinz S. Gosmann begrüßte die Teilnehmenden zu einer Veranstaltung, bei der es um Konflikte und mögliche Lösungen ging. 

Prof. Dr. André Niedostadek, Wissenschaftler und Reisebuchautor, gab mit seinem Vortrag zum Auftakt spannende Einblicke in die Thematik „Konfliktsituationen – wie bringe ich Bewegung in festgefahrene Strukturen, ohne die juristische Rolle oder Sachorientierung aufzugeben?“. Daran schloss sich der Workshop „Von der Sackgasse zur Lösung - mediative Werkzeuge für den DRK-Alltag“ an, der inhaltlich und methodisch auf den Impulsvortrag abgestimmt war. 

Die nächste Tagung der Justitiare und Konventionsbeauftragten des DRK in Westfalen-Lippe findet am Samstag, den 6. März 2027 statt.  i+t

DRK Borken hat Plattform „DRK-Lifelonglearning“ zum Tag der Bildung gestartet
Foto: KV Borken

Bildung und Lernen enden nicht mit dem Schulabschluss; sie begleiten uns ein Leben lang. Genau diesen Gedanken rückt das Rote Kreuz im Kreis Borken jetzt in den Mittelpunkt: Am  24. Januar, dem internationalen Tag der Bildung, geht die neue Bildungsplattform „DRK-Lifelong Learning“ offiziell an den Start. Sie bündelt erstmals alle Bildungsangebote des Roten Kreuzes im Kreis Borken unter einem Dach – modern, digital und zukunftsorientiert.

„Mit DRK-Lifelong Learning schaffen wir einen Ort, an dem Lernen so flexibel ist wie das Leben selbst“, sagt Iris Schlautmann, Bereichsleiterin Bildung beim Roten Kreuz im Kreis Borken. „Egal ob jüngere oder ältere Menschen, Berufstätige, Unternehmen oder soziale Einrichtungen, wir möchten Menschen in jeder Lebensphase begleiten und stärken.“

Unter der neuen Plattform vereinen sich das DRK-Bildungsinstitut, die DRK-Pflegeschule, die DRK-Rettungsdienstschule, das Ausbildungszentrum für Gefahrenabwehr und der Familienunterstützende Dienst (FuD). Insgesamt stehen mehr als 500 Lernangebote und Kurse aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Pflege, Erste Hilfe, Rettungsdienst und Management zur Auswahl. Das ganzheitliche Bildungsangebot reicht von frühkindlicher Bildung über Aus- und Weiterbildung bis hin zur persönlichen und beruflichen Entwicklung.

Ein besonderer Fokus liegt auf digitalen Lernformaten: E-Learnings, Webinare sowie hybride Angebote ergänzen bewährte Präsenzkurse. „Lernen muss heute in den Alltag passen“, erklärt Dr. Cornelius Rack, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Borken. „Unsere digitalen Angebote ermöglichen genau das: ortsunabhängig, praxisnah und sofort anwendbar.“

Über 30 Jahre Erfahrung

Das DRK-Bildungsinstitut im Kreis Borken ist seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil der regionalen Bildungslandschaft. Was 1992 begann, entwickelt sich nun konsequent weiter. „Wir sind regional verwurzelt, denken Bildung aber neu“, so Rack. „DRK-Lifelong Learning steht für Professionalität, Menschlichkeit und Chancengerechtigkeit. Diese Werte sind gerade wichtiger denn je.“

„Bildung ist der Schlüssel zu einer selbstbestimmten Zukunft für den Einzelnen und für unsere Gesellschaft“, fasst Iris Schlautmann zusammen. „Mit DRK-Lifelong Learning laden wir alle ein, neugierig zu bleiben und neue Lernwege zu entdecken.“

Weitere Informationen und das vollständige Kursangebot finden Interessierte unter (externer Link): www.drk-lifelong-learning.deKV Borken / i+t 

Rettungshundeeinheit: Erfolgreiche Spendensammlung für neues Fahrzeug
Foto: Judith Horstklaas / OV Verl

Die Rettungshundeeinheit des DRK im Ortsverein Verl benötigt dringend ein neues Kommando- und Einsatzfahrzeug. Der bisherige fahrbare Untersatz ist inzwischen 17 Jahre alt, weist entsprechenden Verschleiß auf, und die Kosten für notwendige Reparaturen würden den Restwert des Autos deutlich übersteigen. Auch der neue Wagen soll für die Suche der Rettungshundeeinheit nach vermissten Personen, aber auch im Rahmen von DRK-Einsätzen bei größeren Schadenslagen und Sanitätsdiensten im Kreis Gütersloh eingesetzt werden. Die Gesamtkosten betragen rund 120 000 Euro. Davon werden etwa

80 000 Euro für das Trägerfahrzeug fällig sowie rund 40 000 Euro für die Ausstattung, zum Beispiel mit einer Sondersignalanlage, Hundeboxen, Monitoren und Digitalfunk. 

„Dank mehrerer Aktionen und bisher erhaltener Spenden haben wir bereits knapp zweidrittel der Summe zusammenbekommen“, berichtet Judith Horstklaas, stellvertretende Kreisrotkreuzleiterin des DRK-Kreisverbandes Gütersloh und im DRK-Ortsverein Verl Ansprechpartnerin für die Rettungshundearbeit. Dazu gehörten der Verkauf von Waffeln, Spendensammlungen über Betterplace und den PayPal-Spenden-Button, der Auftritt bei der Range Party eines Golf Clubs , Anschreiben an örtliche Unternehmen, der Aufruf über Radio Gütersloh, Spenden aus der Bevölkerung und vom Rotary-Club Gütersloh-Verl sowie Zuwendungen von Kommunen und Stiftungen.

Die ehrenamtlich tätige Rettungshundeeinheit des DRK-Ortsvereins Verl wird rund einhundert Mal im Jahr von Polizei und Leitstelle des Kreises Gütersloh angefragt. Die eingesetzten Hunde befinden sich im privaten Besitz der jeweiligen Hundeführerinnen und Hundeführer, die sie in ihrer Freizeit unter fachlicher Anleitung ausbilden. . i+t

Nachrichten Seite 16

Erste „Schule mit Biss“ im Kreis Unna: Auszeichnung für DRK-Kinderhort in Schwerte
Fachbereichsleiterin Carina Ewens, Johanna Bartosch vom Zahnärztlichen Dienst des Kreises Unna und Dezernent Sven Brüggenhorst haben Hort-Leiterin Heike Vogt und Nadine Deiters, Fachbereichsleitung DRK-Kitas, die Zertifizierung “Schule mit Biss” überreicht und sich gleich ein Bild davon gemacht, was die Kinder in den vergangenen Monaten gelernt haben. Foto: KV Unna

Fachbereichsleiterin Carina Ewens, Johanna Bartosch vom Zahnärztlichen Dienst des Kreises Unna und Dezernent Sven Brüggenhorst haben Hort-Leiterin Heike Vogt und Nadine Deiters, Fachbereichsleitung DRK-Kitas, die Zertifizierung “Schule mit Biss” überreicht und sich gleich ein Bild davon gemacht, was die Kinder in den vergangenen Monaten gelernt haben.

Der DRK‑Kinderhort „Am Wuckenhof“ in Schwerte ist die erste Einrichtung im Kreis Unna, die mit dem Zertifikat „Schule mit Biss“ ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung wurde am Donnerstag, 29. Januar, durch Dezernent Sven Brüggenhorst, Fachbereichsleiterin Carina Ewens und Johanna Bartosch vom Zahnärztlichen Dienst überreicht.

Der Arbeitskreis Zahngesundheit im Kreis Unna hatte das Präventionsprogramm „Schule mit Biss“ im Jahr 2025 vorgestellt. Es wird von Landrat Mario Löhr als Schirmherr unterstützt. Ausgezeichnet werden Schulen und Einrichtungen, die sich in besonderer Weise für die Zahngesundheit und eine ausgewogene Ernährung der ihnen anvertrauten jungen Menschen engagieren. 

Der DRK‑Kinderhort setzt die Kriterien des Programms seit rund einem halben Jahr mit großem Engagement um. Ziel von „Schule mit Biss“ ist eine ganzheitliche und präventive Gesundheitsbildung, die Kinder darin stärkt, Verantwortung für ihren eigenen Körper zu übernehmen. Dazu gehören regelmäßiges Zähneputzen, der bewusste Umgang mit zuckerfreien Getränken sowie eine ausgewogene Mittagsverpflegung. 

Die Handlungsleitlinien des Programms werden im DRK‑Kinderhort vorbildlich umgesetzt: Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren putzen nach dem Mittagessen regelmäßig ihre Zähne, erhalten eine abwechslungsreiche und zahngesunde Verpflegung und lernen, warum Ernährung und Zahngesundheit zusammengehören. Gesundheitsförderung ist fest im pädagogischen Alltag verankert. 

Unterstützt wird die Einrichtung durch Johanna Bartosch vom Zahnärztlichen Dienst des Fachbereichs Gesundheit des Kreises Unna. Sie begleitet das Team seit Beginn der Osterferien 2025 bei der Umsetzung der Maßnahmen, berät die pädagogischen Fachkräfte und führt regelmäßige Orientierungsgespräche sowie Motivationsbesuche zur Verbesserung der Zahnputztechnik durch. 

Wer Interesse an der Zertifizierung „Schule mit Biss“ hat, kann sich bei Johanna Bartosch per Mail an johanna.bartosch(at)kreis-unna(dot)de melden und erhält alle notwendigen Informationen. Weiteres Infomaterial gibt auch auf www.schule-mit-biss.de (externer Link).

Dank nach lebensrettendem Einsatz beim DFB-Pokalspiel in Paderborn
v.li.) Martin Hornberger (Geschäftsführer SC Paderborn 07), Timotheus Schnietz (Rettungshelfer, DRK Salzkotten), Benjamin Hänsch (Rettungssanitäter und Notfallsanitäter in Ausbildung, DRK Salzkotten), Andre Mohnert (Notfallsanitäter und Praxisanleiter, DRK Salzkotten), Guido Eming, Keno Peters (Rettungssanitäter, DRK Salzkotten), Frederike Frohne (Notfallsanitäterin und Medizinstudentin, DRK Schloß Neuhaus), Denis
Feldmann (Notfallsanitäter, Praxisanleiter und Leitstellendisponent, DRK Schloß Neuhaus); Foto: Patrick Hilgers / DRK Schloß Neuhaus

Beim DFB-Pokalspiel zwischen dem SC Paderborn 07 und Bayer Leverkusen am 29. Oktober 2025 erlitt Zuschauer Guido Eming aus Salzkotten in der Home Deluxe Arena plötzlich auftretende, ernsthafte gesundheitliche Probleme. Dank des schnellen Handelns eines bislang unbekannten Ersthelfers sowie der anschließenden professionellen medizinischen Versorgung durch die eingesetzten ehrenamtlichen Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes konnte der Patient stabilisiert, behandelt und sein Leben gerettet werden.

Kurz vor Weihnachten hat sich der inzwischen genesene Zuschauer öffentlich bei allen Beteiligten bedankt. „Ich weiß, dass ich heute nur noch hier bin, weil sofort geholfen wurde“, schildert Guido Eming rückblickend. Sein besonderer Dank gilt einem Ersthelfer aus dem Publikum, der die lebensbedrohliche Situation frühzeitig erkannte, umgehend Erste-Hilfe-Maßnahmen einleitete und den Patienten bis zum Eintreffen des Sanitätsdienstes betreute. Dieses entschlossene Eingreifen war entscheidend für den weiteren Verlauf. Guido Eming bittet den unbekannten Ersthelfer, sich beim SC Paderborn 07 oder beim Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Schloß Neuhaus e.V. zu melden. Auf Wunsch wird der Kontakt gerne vermittelt. „Ich würde mich sehr freuen, mich persönlich bedanken zu können“, so der Gerettete.

Der Sanitätswachdienst in der Home Deluxe Arena wird unter anderem bei jedem Heimspiel des SC Paderborn 07 vom DRK-Ortsverein Schloß Neuhaus e. V. gestellt. Je nach Veranstaltung sind dort bis zu 25 und mehr ehrenamtliche Einsatzkräfte im Einsatz. Der aktuelle Fall verdeutlicht, wie wichtig Erste-Hilfe-Wissen – insbesondere bei einem möglichen Herzinfarkt – ist. Typische Warnzeichen sind anhaltende Brustschmerzen, Enge- oder Druckgefühl in der Brust, Atemnot, ausstrahlende Schmerzen in Arm, Rücken, Schulter, Kiefer in Kombination mit Übelkeit, kalten Schweiß oder plötzliches starkes Unwohlsein. In solchen Situationen gilt: Sofort den Notruf 112 wählen.

Ebenso hebt der Vorfall die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im Deutschen Roten Kreuz hervor. Viele Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen sowie Einsätze im Alltag und im Katastrophenschutz wären ohne freiwillige Helferinnen und Helfer nicht möglich. Der DRK-Ortsverein Schloß Neuhaus bedankt sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem SC Paderborn 07. Klare Abläufe, professionelle Organisation und die enge Abstimmung zwischen Verein, Sicherheits- und Ordnungsdienst, Sanitätsdienst und Rettungsdienst trugen maßgeblich dazu bei, dass der medizinische Notfall schnell erkannt, optimal versorgt und anschließend im Krankenhaus erfolgreich behandelt werden konnte. Der Dank des Patienten richtet sich daher an alle, die bereit sind zu helfen – ob ehrenamtlich, hauptberuflich oder als couragierte Ersthelfer. Erste Hilfe, Engagement und gute Zusammenarbeit retten Leben – im Stadion und im Alltag. DRK Schloß Neuhaus

Oberkante Kellertreppe

Wasser, das in den Keller des DRK-Kleidershops ‘Sitzt & Passt‘ in Castrop-Rauxel drückte, bedrohte im vergangenen Jahr mehrmals hunderte Kleiderspenden und Requisiten. Das Team, das tatkräftig anpackte, und lokaler Unternehmergeist, der beherzt unterstützte, bewiesen gepaart mit einer guten Portion Humor, dass aus dem „Pool im Untergeschoss“ auch etwas Gutes erwachsen konnte.

Sabrina Lankers, Kleidershop-Verantwortliche des Kreisverbands Recklinghausen, hat ihre gute Laune über den Ärger, den das Wasser verursacht hat, nicht verloren – auch wenn das Kapitel noch nicht abgeschlossen ist: Man riecht die Feuchtigkeit im Keller, die Trockner laufen, Teile des Untergeschosses sind unbenutzbar. 

Das Team in der Mühlenstraße hatte Glück im Unglück: „Im Keller ist unsere wichtigste Ressource gelagert: die gespendete Kleidung. Zum Glück steht ein Teil der Kartons auf Regalböden. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn uns alle Jacken und Hosen weggeschwommen wären!“, fasst sie die Situation zusammen und prüft die Feuchtigkeit der hinteren Wand, durch die das Wasser in den Keller drückte und schließlich zentimeterhoch im Lager stand. Die Kleidersäcke, die auf dem Boden standen, hätten das Wasser zumindest ein wenig abgehalten. 

Das schnelle und beherzte Eingreifen ihres Teams sorgte dafür, dass der Schaden an der Ware nicht noch größer wurde. „Ich bin sehr froh, dass ich auf meine Ehrenamtlichen zählen kann“, sagt Lankers dankbar. „Alle haben mitgedacht, mitangepackt. Und auch die Nachbarn haben Verständnis.“ Dass zum Beispiel die raren Parkplätze am Haus hin und wieder von Fachfirmen okkupiert würden, sei kein Problem. 

Auch von außerhalb kam schnell und unkompliziert Unterstützung. „Wir mussten zügig Ware umschichten und umlagern und brauchten dafür Umzugskartons. Der Geschäftsführer Thomas Salewski von der Firma Impuls FairPackung hier aus Castrop-Rauxel sagte sofortige Hilfe zu und spendete dem Shop 50 Umzugskartons. Das war wirklich eine tolle Aktion“, erinnert sich Lankers mit Dankbarkeit. 

Sie freut sich über den Zusammenhalt in der Community, der sich auch in der Unterstützung der Kundschaft zeigt: „Unsere Kundinnen und Kunden kommen nach wie vor gern. Zum Glück hält sich der feuchte Geruch im Keller und dringt nicht bis in den Verkaufsraum. Das wäre eindeutig nicht einladend“, so Lankers. „Ein Gesprächsthema haben wir besonders mit den Stammkunden seit dem Wasserschaden auf jeden Fall immer“, schmunzelt sie. „Und? Wie sieht es unten aus?“, sei inzwischen eine Standardfrage. Wer genau die Bade-Ente ins Spiel brachte, die auf einem Sims hinter der Kasse sitzt, weiß niemand mehr so genau. Lankers nimmt das quietschfarbene Gummitier in die Hand. „Wenn man auf eine starke Gemeinschaft vertrauen kann, kann man einiges mit Humor nehmen. Wir halten zusammen!“ Dr. Anne Scharff / KV Recklinghausen

DRK-Kinderklinik Siegen bekämpft erfolgreich Langeweile am Krankenbett
Seit einem Jahr sorgt Christina Dilgert mit dem „Mobilen Spieleangebot“ der DRK-Kinderklinik Siegen für Abwechslung, Entlastung und kleine Lichtblicke im Alltag der jungen Patienten. Foto: DRK-Kinderklinik Siegen

Seit gut einem Jahr sorgt das „Mobile Spieleangebot“ der DRK-Kinderklinik Siegen für Abwechslung, Entlastung und kleine Lichtblicke im Alltag der jungen Patientinnen und Patienten. Was ursprünglich als Idee aus der Pflege entstand und durch die große Spendenbereitschaft zahlreicher Firmen, Vereine und Organisationen umgesetzt werden konnte, hat sich inzwischen fest auf den Stationen etabliert. Dreimal pro Woche ist Christina Dilgert, gelernte Erzieherin und gebürtig aus der Region, mit ihren liebevoll ausgestatteten mobilen Spielwagen im Einsatz. Gerade für Kinder, die aufgrund ihrer Erkrankung ans Bett gebunden sind und die vorhandenen Spieleecken nicht besuchen können, bedeutet ihr Besuch eine wichtige Abwechslung. 

„Viele der kleinen Mädchen und Jungen können unsere Spieleecken nicht besuchen. Dann wird es schon nach kurzer Zeit gähnend langweilig“, erklärt die 33-Jährige. „Mit den mobilen Wagen kann ich direkt ans Bett kommen – vorlesen, basteln, spielen oder einfach Geschichten erzählen. Für diese kurzen Momente gerät die Krankheit ein Stück weit in den Hintergrund.“ Die Wagen sind mit Mal- und Bastelmaterialien, Spielen, Büchern und vielen weiteren Dingen ausgestattet, die Freude und Ablenkung ermöglichen und gleichzeitig Eltern entlasten, die bei jüngeren Kindern in der Regel mit aufgenommen werden. Die Idee für ein mobiles Spieleangebot entstand während der Corona-Pandemie, als gewohnte Angebote wie das Spielezimmer plötzlich nicht mehr möglich waren. Gruppenaktivitäten mussten entfallen, um das Infektionsrisiko zu minimieren – für die Kinder ein großer Verlust. „Wir wollten eine Lösung schaffen, die auch in herausfordernden Zeiten funktioniert“, erinnert sich die stellvertretende Pflegedirektorin Corinna Lemberg. „Die Kinder dürfen nicht diejenigen sein, die am Ende am meisten verzichten müssen.“ Um die Anschaffung der Wagen und die Finanzierung einer pädagogischen Fachkraft zu ermöglichen, war die Klinik vollständig auf Spenden angewiesen, denn Fördermittel von Land oder Bund standen für ein derartiges Projekt nicht zur Verfügung. Rund 110.000 Euro wurden benötigt, um das Angebot über drei Jahre zu finanzieren – eine Summe, die dank der Unterstützung der Region schnell zusammenkam. 

Von Beginn an war vorgesehen, das Mobile Spieleangebot durch ehrenamtliche „gute Feen“ zu ergänzen, die bereit sind, ein- bis zweimal pro Woche ein paar Stunden zu schenken, um kranken Kindern vorzulesen, mit ihnen zu spielen oder Geschichten zu erzählen. Auch ein Jahr nach dem Start wird diese Unterstützung weiterhin dringend gesucht. Interessierte können sich bei der stellvertretenden Pflegedirektorin Corinna Lemberg unter der Tele-fonnummer 0271-2345-642 oder per E-Mail an christina.dilgert@drk-kinder-klinik.de melden. „Die Rückmeldungen von Kindern, Eltern, Ehrenamtlern und dem Behandlungsteam zeigen, welche Bedeutung das Angebot innerhalb kurzer Zeit gewonnen hat – ein Gewinn für alle“, ist sich Corinna Lemberg sicher. „Für viele kleine Patientinnen und Patienten ist der Besuch von Christina Dilgert ein Höhepunkt des Tages, und auch Mitarbeitende betonen den positiven Einfluss auf das Stationsklima. Das Mobile Spieleangebot ist zu einem wichtigen Baustein für eine kindgerechte Versorgung geworden. Wir freuen uns sehr über den Erfolg des ersten Jahres – und hoffen, dass uns auch weiterhin viele Menschen unterstützen, damit dieses wertvolle Angebot dauerhaft bestehen bleiben kann.“  DRK-Kinderklinik Siegen / i+t

Unterstützen Sie jetzt ein Hilfsprojekt mit Ihrer Spende